Schwerpunkte unserer Politik 2006 - 2011

Wir wollen bedarfs- und bedürfnisorientierte soziale Angebote in den Stadtteilen

Dazu gehören für uns der Ausbau der Kinderbetreuung, die Erhaltung bzw. der Ausbau von Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, Beratungsangebote, ambulante Pflegedienste, Einrichtungen für betreutes Wohnen sowie Alten- und Pflegeheime.

Wir wollen das Einzelhandelsangebot im nördlichen Bürgerfelde erhalten

Um eine Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen, muss das Einzelhandelsangebot im nördlichen Bürgerfelde erhalten bleiben. Die bislang an der oberen Alexanderstraße ansässigen Unternehmen brauchen eine Perspektive für eine wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung. Dem ist bei einer Nachnutzung des ehemaligen Pekol-Gelände Rechnung zu tragen.

Dabei sollte auch die Möglichkeit eines Wochenmarkes ernsthaft geprüft werden. Einen großflächigen Ausbau der Einzelhandelsflächen zu einem Stadtteilzentrum in Bürgerfelde lehnen wir dagegen ab.

Wir wollen Bloherfelde attraktiv gestalten

Für uns heißt dies, dass die Einkaufsmöglichkeiten gut und sicher erreichbar sein müssen. Daher haben wir durchgesetzt, dass Querungshilfen auf der Bloherfelder Straße angebracht werden.

Der Wochenmarkt in Bloherfelde ist ein großer Gewinn für den Stadtteil. Darüber hinaus sollte der Bloherfelder Marktplatz als Treffpunkt von allen genutzt werden können. Daher wollen wir ihn unter anderem durch entsprechende Grünflächen so gestalten, dass er zum Verweilen einlädt.

Wir wollen attraktives Wohnen in Bürgerfelde

Der Jade-Weser-Port wird das Verkehrsaufkommen auf der Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven deutlich erhöhen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Beeinträchtigung des Verkehrsflusses auf der Alexanderstraße und dem Bürgerbuschweg sowie die Lärmbelästigung der Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering gehalten wird. Auch den Gefahrenschutz werden wir gewährleisten.

Bei der bevorstehenden zivilen Nutzung des Fliegerhorstes lehnen wir eine fliegerische Nutzung kategorisch ab. Stattdessen sollte das Gelände dazu genutzt werden, um ein neues attraktives Viertel zu schaffen. Wir setzen uns daher für ein vielseitiges Angebot ein, das Gewerbeansiedlungen, Sport- und Freizeitstätten sowie den privaten Wohnungsbau miteinander verbindet.

Wir wollen Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen

Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren für den Ausbau der Kinderbetreuung eingesetzt. Dadurch haben wir erreicht, dass das Betreuungsangebot für die drei- bis sechsjährigen Kinder inzwischen der Nachfrage entspricht. Auch im Bereich der Kinderkrippen sind wir auf einem guten Weg. So haben wir erst vor wenigen Wochen im Stadtrat beschlossen, dass in den kommenden Jahren auch die Zahl der Krippenplätze bedarfsgerecht ausgebaut wird.

Die niedersächsische SPD setzt sich vehement für die Einführung von Ganztagsschulen ein. Dieses Ziel unterstützen wir uneingeschränkt. Wir werden daher auch in Zukunft dafür sorgen, dass jedem Kind und jedem Jugendlichen an den Nachmittagen ein vielseitiges Angebot zur Verfügung steht, das unterschiedlichen Interessen gerecht wird.

Wir wollen die Universität als Wirtschaftsmotor im Stadtwesten weiter stärken

Die Universität ist der größte Arbeitgeber im Stadtwesten. Durch das erst vor drei Jahren geschaffene Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) sind fast 200 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Das Zentrum soll daher nun erweitert werden. Das Beispiel zeigt, dass nur eine innovative Wirtschaftspolitik der Garant von zusätzlichen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen ist. Daher werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass junge Menschen ihre Ideen durch die Gründung eines eigenen Unternehmens im TGO verwirklichen können.

Das Wissen der Universität kann nicht nur für Unternehmen wertvoll sein. Auch Vereine und Initiativen, insbesondere in unserem Stadtteil, können davon profitieren. Umgekehrt können diese der Universität (Studierenden wie auch Lehrenden) viele Möglichkeiten für praktische Erfahrungen im "richtigen Leben" bieten. Voraussetzung ist allerdings, dass beide Seiten auch zusammenkommen.

Vielfach mag es schon solche Kooperationen geben - aber kaum jemand weiß es. Deshalb sollte es eine zentrale Kontaktbörse zwischen der Universität und der Stadt geben. An diese sollen sich Universitätsangehörige einerseits und Vereine andererseits wenden können, um Partner für eine beiderseitig vorteilhafte Zusammenarbeit zu finden. Den Aufwand sollten sich Universität und Stadt teilen.

Wir wollen Energie einsparen und natürliche Ressourcen effizient nutzen

Die Einführung des Energiepasses steht in Deutschland unmittelbar bevor. Er ermöglicht es, Schwachstellen am eigenen Haus festzustellen, um so durch geeignete bauliche Maßnahmen den Energieverbrauch senken zu können. Hierfür stehen entsprechende Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) zur Verfügung.

Wir sehen in diesem Programm auch für die städtisches Gebäude ein geeignetes Mittel, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Die bestehenden Programme, die in den Schulen und Verwaltungsgebäuden für einen effizienten Umgang mit der Energie sorgen, werden wir selbstverständlich auch in Zukunft unterstützen.

Unser besonderes Augenmerk liegt jedoch auf der Nutzung natürlicher Ressourcen wie der Sonne und dem Wind. So haben wir in den vergangenen Jahren die Installation von Sonnenkollektoren und Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden weiter vorangetrieben. Das Zentrum für Windenergieforschung und das neu gegründete Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung sind daher für uns zukunftsweisende Einrichtungen der Universtität, die wir weiterhin unterstützen werden, um sie über Oldenburg hinaus bekannt zu machen.